Samstag, 17. Februar 2018

In heaven No. 279 - Die Gedanken sind frei

Also sowas. Da schicke ich den schönsten Vorfrühlingshimmel auf den Weg in den Äther und dann rutscht der am Morgen einfach auf eisglatten Datenautobahnen in den Straßengraben und muss auf Hilfe warten ... wenn die denn endlich mal ausgeschlafen hat. Dabei wollte ich heute Morgen doch die Menschen im Süden Deutschlands mit etwas blauem Himmel, der bereits den Frühling ahnen lässt, vom vorhergesagten Spätwintereinbruch mit Schneechaos ablenken. Gab es das jetzt eigentlich irgendwo wirklich? Hier fiel mal wieder keine einzige Flocke - also echt jetzt. Dabei konnte ich den Schlitten diesen Winter noch kein einziges Mal zum Einsatz bringen und hoffte auf auf eine dick verschneite Stadt, wenn ich nur lange genug schlafe. Das mit dem "lange Schlafen" hat eindeutig funktioniert, nur das mit dem Schnee und dem Schlittenfahren nicht. Doch wie banal ist dieser entgangene Spaß doch im Vergleich zu dem, was vielen Menschen in anderen Teilen der Welt entgeht.


Willkommen zurück an den Frühling in Deutschland und willkommen zurück in Deutschland, Deniz Yücel. Ich hoffe auf noch mehr Druck der europäischen Staaten auf den türkischen Despoten, um weitere der über 150 Journalisten aus türkischen Gefängnissen zu holen, wo sie nur wegen der Ausübung ihres Berufes seit vielen Monaten ohne Anklage gefangengehalten werden, genauso wie zehntausende andere Menschen, die dort aufgrund ihrer oppositionellen Haltung zu Erdogan seit 2016 inhaftiert sind.
Die türkische Staatsanwaltschaft fordert trotz vorläufiger Entlassung 18 Jahre Haft für Deniz Yücel, weil er das gemacht hat, was Journalisten tun - recherchieren und berichten. Am Tag seiner Haftentlassung wurden die sechs türkischen Journalisten Ahmet Altan, Mehmet Altan, Nazli Ilicak, Yakup Simsek, Fevzi Yazici und Sükrü Tugrul Özesengül aufgrund ihrer journalistischen Arbeit für die oppositionellen Zeitungen Taraf und Zaman zu lebenslanger Haft verurteilt.
Wer weiterhin Geld in dieses Land trägt, unterstützt die staatliche Unterdrückung von Meinungs- und Pressefreiheit, sowie Willkür und Gewalt gegen Andersdenkende und sollte sich dessen bewusst sein. 

Die Gedanken sind frei.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
Tags: Himmel, in heaven, sky watch, Wolken, Winter, Vorfrühling, Türkei, Deniz Yücel, Willkürherrschaft, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Demokratie

Mittwoch, 14. Februar 2018

Die Weidenkätzchen.

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt. 




»Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum;
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.« 




In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?





»Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht. 




Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.«



Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt!


(Christian Morgenstern)*


* Gedicht "Die Weidenkätzchen" aus "Klein Irmchen", entstanden ca. 1910
Christian Morgenstern - Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe, Bd. 3. Hg. Maurice Cureau. Stuttgart: Urachhaus 1990, S. 430-431
Quelle: Wikisource


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Weidenkätzchen: Geschenk einer netten Kundin
Glasballon, Apothekerglas, Einmachglas, Zigarrenkisten, Wäschekorb: Flohmarkt & Gebrauchtwarenkaufhaus
Holztruhe, Stuhl: Sperrmüllfunde
Holzschale: Drechslerei, Bayerischer Wald
Sofa, Stehleuchte, Regale: älter, Schwedenkaufhaus
Sofabezug aus Leinen: Bemz
Kissen: DIY

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Samstag, 10. Februar 2018

In heaven No. 278 - Eisiges Klirren

Wenn der Winter sein Köfferchen schon gepackt und sich vermeintlich auf den Weg gemacht hatte, um langsam dem Frühling Platz einzuräumen, und es sich dann aber doch nochmal anders überlegt und mit einem klirrenden "Denen zeig ich nochmal so richtig, was ich kann" zurückkommt, dann ist das so absolut gar nicht nach meinem Geschmack. Meine Migräne reicht einen angepissten 10-seitigen Beschwerdebrief ein, Hände und Füsse beschließen in sofortige Kältestarre zu verfallen und auch mein restlicher Körper schaltet in den Mimimi-Modus. Ich wurde definitiv nicht für frostige Zeiten konstruiert. Kälte und Eis schaue ich mir also gerne von drin aus an, während ich in drei Decken gehüllt bin und meinen Hintern an die Heizung halte. Ganz, ganz selten mache ich aber auch eine Ausnahme, stülpe mir wie die kleine Hexe sechs Schichten Kleider über und stapfe durch die Kälte - aus ästhetischen Gründen, nur um mir die eisige Schönheit nicht entgehen zu lassen.

















Februar-Eisnadeln auf dem Feldberg im Taunus. Nicht dieser Februar.


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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

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Samstag, 3. Februar 2018

In heaven No. 277 - La-Le-Lu


La-le-lu
nur der Mann im Mond schaut zu
wenn die kleinen Babies schlafen
drum schlaf' auch du

La-le-lu
vor dem Bettchen steh'n zwei Schuh'
die sind genauso müde geh'n jetzt zur Ruh'
dann kommt auch der Sandmann
leis' tritt er ins Haus
sucht aus seinen Träumen
dir den schönsten aus

La-le-lu
nur der Mann im Mond schaut zu
wenn die kleinen Babies schlafen
drum schlaf' auch du

(Heino Gaze, 1950)


Der Nochnichtganzvollmond am Dienstag.
Fünf Jahre lang jeden Abend La-Le-Lu. Lang ist es her.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

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Freitag, 2. Februar 2018

Januartisch - die vierköpfige Blüten-Hydra

Dass der Ritterstern meine absolut allerliebste Lieblingsblume ist, habe ich ja bei diversen anderen Gelegenheiten schon ausführlich breitgetreten. Wie so viele Vorlieben und Abneigungen in meinem Leben, ist auch diese Vorliebe extrem treu. Ich mag ihn und mag ihn und mag ihn. Dieses Exemplar hier mag ich besonders, denn es scheint die Hydra unter den Rittersternen zu sein - kaum ist ein Kopf verblüht, wachsem ihm zwei neue. Und da man mit der Hydra am besten auskommt, indem man sie in Ruhe lässt, mache ich das einfach genauso und genieße den Anblick von inzwischen sechzehn Blütenköpfen an vier Stielen. Okay, fünfzehn - denn ein Kopf fiel leider dem unvermeidlichen Anbinden zum Opfer, damit diese kopflastige Amaryllis-Schöne nicht umkippt.





Und was hat es nun mit diesem seltsamen Stein auf sich, fragt ihr euch jetzt sicher nicht. Egal, ich erzähle es euch trotzdem. Irgendwann im letzten Jahr waren wir in der Fränkischen Schweiz unterwegs und entlang eines Hohlweges fanden sich sehr viele Versteinerungen im Kalksteinschotter. Irgendwann zog ich diesen Stein aus dem Dreck und zeigte meinen Fund aufgeregt und begeistert herum. Ob das wohl eine tolle, versteinerte Seegurke sein könnte? Oder ein Miniatur-Hinkelstein? Den wollte ich auf jeden Fall mitnehmen. Daraufhin mein Sohn ganz trocken: "Oh ja, genau, nimm ihn mit. Ich seh euch beide schon richtig vor mir, wie ihr abends gemeinsam am Tisch sitzt und tiefschürfende Gespräche führt. Reg dich wieder ab Mama, das ist nur ein Stein."




Männer können ja so schrecklich unpoetisch sein, auch wenn sie noch nicht ganz trocken hinter den Ohren sind. Auf jeden Fall wohnt Herr Stein seitdem bei uns und im Januar bekam er sogar einen ganz besonders prominenten Platz neben der blumigen Hydra auf dem Tisch. Auf die tiefschürfenden Gespräche warte ich allerdings immer noch ...


Meine Monatstische aus den vergangenen Jahren findet ihr alle  > hier.
Noch mehr Amaryllis in allen Farben > dort.

Verlinkt mit: 12tel-Blick bei Tabea

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Samstag, 27. Januar 2018

In heaven No. 276 - we remember

Heute von 73 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Der 27. Januar dient deshalb seit 1996 offiziell des Gedenkens an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Deutschlands. Zwischen 1933 und 1945 fielen mehr als 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens, aber auch Behinderte, Sinti & Roma, Homosexuelle und Kommunisten dem wahnsinnigen Mordplan der Nationalsozialisten zum Opfer. Was mit Schuldzuweisungen, Hetze, Diffamierung und Ächtung begann, endete in Enteignung, Verfolgung, Internierung, Zwangsarbeit, Aushungerung, Menschenversuchen und zum Schluss in gezielter Massenvernichtung und löschte in unfassbarer Grausamkeit so viele Menschen, Männer, Frauen, Alte und Kinder aus, deren Leben von den geistigen Brandstiftern des größenwahnsinnigen und menschenverachtenden NS-Regimes und dessen Rassenlehre als "unwert" eingestuft wurden.


Man sollte annehmen, dass dokumentierten, unvorstellbar grausamen Taten der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland allen Nachfolgegenerationen der Deutschen, der ganzen Welt, für alle Zeiten Warnung genug sind, wohin fehlgeleiteter Patriotismus, der Überheblichkeitsgedanke einzelner Völker über andere, ausufernder Nationalismus und die Ausgrenzung von Menschen und deren Diffamierung und Marginalisierung als Sündenbock führen kann.
Leider werden die tatsächlichen Zeitzeugen dieser hässlichsten deutschen Epoche immer weniger - sowohl auf Seiten der Opfer als auch der Täter und Mitläufer. Bald wird es keine Eltern und Großeltern mehr geben, die von ihren persönlichen Erlebnissen und all dem Horror berichten und vor einer Wiederholung warnen können. Ich hatte beides noch - Großväter, die in den von Hitler angezettelten Krieg ziehen mussten, Großmütter, die ihre Kinder im täglichen Überlebenskampf durch den Krieg bringen mussten und Eltern, die im Krieg aufgewachsen sind und die versuchten, ihr Trauma durch Verdrängung oder Erzählung darüber zu verarbeiten. Deshalb war für mich schon als Kind klar, dass ich mich mein Leben lang dafür einsetzen werde, dass sich solche Bestrebungen in unserem Land niemals wiederholen werden.


Je weniger Familienmitglieder es noch gibt, die diese Zeit selbst erlebt haben, desto mehr scheint in unserer westlichen Gesellschaft in Vergessenheit zu geraten, zu welchem Horror und Verderben Ausgrenzung, Diffamierung, Macht- und Größenwahn führen. Die Kommentarspalten aller Medien sind voll von Relativierungen des Holocaust, von Whataboutismen, von einer wütenden Ablehnung eines angeblichen "Schuldkultes", von einer Ablehnung demokratischer Werte und Menschenrechten und von einer erneuten Hass- und Diffamierungswelle gegen Menschen einer bestimmten Glaubensrichtung. Die ganze Verachtung, die ganze Angst, der ganze Hass, der sich in der Zeit  des Nationalsozialismus gegen Juden gerichtet hat, richtet sich heute gegen "die Regierenden" und vor allem gegen muslimische Flüchtlinge und Muslime allgemein - geschürt von bestimmten politischen rechten Gruppierungen und Parteien, die sich dadurch einen Aufstieg an die Macht erhoffen. 


Wie bitter, erleben zu müssen, dass ein großer Teil der Deutschen nichts dazugelernt hat und sich wieder mit den gleichen Methoden von Rattenfängern anlocken lässt wie vor 1933. Gleichzeitig kocht auch der beerdigt geglaubte Antisemitismus wieder hoch und kriecht wie ein schleichendes Gift in die Köpfe vieler Menschen zurück. Das ebenso beerdigt geglaubte Nazivokabular wird wieder hervorgekramt und völlig ungeniert von Politikern der Landtage und des Bundestages verwendet. Während man selbst Fakten verdreht, erfindet, oder gleich aus Opportunismus und zu Propagandazwecken schamlos lügt, werden Regierung, Polizei, Justiz und Medien der Lüge bezichtigt. Was nicht ins reaktionäre, nationalistische Weltbild passt, muss gelogen sein. Selbst Präsidenten von Weltmächten versuchen heute wieder, offensichtliche Lügen als Wahrheiten zu verkaufen, ihre Bevölkerung für dumm und die Gewaltenteilung auszuhebeln. Postfaktische Zeiten.


Solange solche Dinge wieder geschehen können in unserem Land, solange der Holocaust relativiert wird mit mit Aussagen wie "Und was ist mit den Morden an Deutschen durch Stalin? Was ist mit den deutschen Kriegsopfern? Was ist mit dem Völkermord an den Armeniern? Was ist mit den durch Flüchtlinge ermordeten deutschen Frauen?" und Bundestagspolitiker einer bestimmten Partei die Religionsfreiheit in Frage stellen, politische Gegner vernichten und beerdigen wollen oder dazu aufrufen, türkische Geschäfte in Deutschland zu boykottieren und der Großteil der Bevölkerung das hinnimmt, anstatt sich zu empören, und man in den Kommentarspalten Phrasen wie "Jetzt muss aber mal langsam gut sein", "Schluss mit dem Schuldkult" und "Was hab ich denn damit zu tun, das war doch lange vor meiner Zeit" lesen muss, ist das Gedenken und die Erinnerung an die grausamen Verbrechen des NS-Regimes gegen Juden, gegen die Menschlichkeit dringend notwendiger denn je.



    Die vierundneunzigjährige Hanni Levy, eine der wenigen jüdischen Holocaustüberlebenden, die noch unter uns weilen, sagte gestern auf dem Parteitag der Grünen:
    "
    Es gibt wieder Menschen, die den anderen die Schuld geben. Früher hat man gesagt: Die Juden sind schuld. Heute sind es die Flüchtlinge."

    Solch ein Deutschland darf nie wieder passieren, weil zu viele wegsehen.
    Nicht mit mir. Nicht in meinem Namen. #WeRemember. #niewieder.

    Fotos:


    Weiteres zum Thema:


    Architektur der Macht - das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
    Himmel & Hölle - das Dokuzentrum Obersalzberg in Berchtesgaden
    Von Märchen, Glühwein und Orks - Hass macht hässlich
    Vom Da-Sein und Hier-Sein

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    Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.

    Heute leider erst spät - das automatische Veröffentlichen hat nicht geklappt.

    Himmel, in heaven, sky watch, Wolken, Alpen, Berge, #weremember, Holocaust, Holocaust-Gedenktag, 27. Januar, #niewieder, Nationalsozialismus, Judenverfolgung, Völkermord, deutsche Geschichte

    Samstag, 20. Januar 2018

    In heaven No. 275 - Grummelige Alpen

    Alpenglühen ist den meisten Menschen ja ein Begriff. Aber kennt ihr auch Alpengrummeln? Das mag ich nämlich mindestens so sehr wie das Alpenglühen - allerdings nur, wenn ich sicher und warm in einer Hütte sitze. Von dort aus höre ich den Bergen dann ausgesprochen gerne zu, wenn sie grummeln, grollen, motzen, aufbrausen, sich immer mehr hineinsteigern in ihre schlechte Laune und die Wolken bedrohlich immer grimmiger über sich auftürmen, bis die sich dann in einem riesigen Donnerwetter entladen, schließlich ihre Schleusen öffnen und alles unter sich fluten ... und dann ist das Ganze Theater plötzlich wie ein Spuk vorbei, der Himmel öffnet sich wieder und die Landschaft und alle Farben sind blitzblank sauber gewaschen, während das Grummeln immer leiser wird ...




    Bischofsmütze und Gosaukamm

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    Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.


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